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20. & 21.10. - Vorläufige Erklärung zu den Vorfällen am vergangen Wochenende im BACKSTAGE

Vorläufige Erklärung zu den Vorfällen am vergangen Wochenende im BACKSTAGE
 
In der Nacht vom Fr. 20. auf Sa. 21. Oktober ist das Veranstaltungs- und Kulturzentrum BACKSTAGE Opfer eines mutmaßlichen Buttersäureanschlags geworden. Aufgrund der Intensität und dann vor allem Dauerhaftigkeit des Geruchs konnte es sich hier keinesfalls um eine „herkömmliche“ Stinkbombe handeln, allerdings war aufgrund der sofortigen teilweise erfolgten Reinigungsmaßnahmen die genaue Zusammensetzung der Chemikalie nicht mehr eindeutig zu ermitteln. So verbreitete sich erst  im BACKSTAGE-Club während der Veranstaltung um ca. 01:30 h ein beißender chemischer Gestank. So dass dort die Veranstaltung sofort vorsorglich abgebrochen wurde. Später gegen ca. 02:10 h verbreitete sich der gleiche Gestank in der sich nebenan befindenden BACKSTAGE-Halle. Ebenso gab es am gleichen Abend den Versuch einer Brandstiftung - indem dort während der Veranstaltung eine Palme angezündet wurde. Aufgrund des unverzüglichen Einschreitens des stets anwesenden Sicherheitspersonals, sowie der vorgehaltenen Brandschutzmaßnahmen, konnte auch hier Schlimmeres verhindert werden. Ob dies im Zusammenhang mit den anderen Attacken steht war/ist bis jetzt leider nicht klar zu ermitteln.
 
Zwar stellte es sich im Nachhinein heraus, dass aufgrund des vermeintlichen Buttersäureanschlages keine unmittelbare Gefahr für die Anwesenden ausging, was zum Tatzeitpunkt nicht ersichtlich war.
Allerdings auch wegen der Addition der Geschehnisse fällten die diensthabenden Verantwortlichen des BACKSTAGE aus Sicherheitsgründen den zwingenden Entschluss, in Folge dessen, den weiteren Veranstaltungsbetrieb auf dem gesamten Gelände an diesem Abend vollständig einzustellen. Insbesondere weil selbstverständlich die Sicherheit der Gäste, KünstlerInnen sowie des Personals für das BACKSTAGE stets die höchste Priorität haben.
 
So etwas ist im BACKSTAGE allerdings zuvor in über 26 Jahren nur zweimal vorgekommen:
Das eine Mal, als das BACKSTAGE sich noch auf der anderen Straßenseite/Friedenheimer Brücke 7 befand - am 22.08. 2003 bei einem Großbrand einer unmittelbar benachbarten Baustoffhandlung.  
Das andere Mal am Abend des schrecklichen Amoklaufes beim OEZ  am 22.07. letzten Jahres.
 
Gott sei Dank ist an diesem Abend keine Person ernsthaft zu schaden gekommen und es ist „nur“ bei einem für das BACKSTAGE organisatorischen und wirtschaftlichen Schaden geblieben. So war dann beispielsweise am Folgetag der Betrieb im BACKSTAGE-Club noch nicht möglich, was u.a. die Absage eines dort geplanten Konzertes zur Folge hatte.
 
Der/die Täter konnten sich leider, auch dann trotz verstärkter Auslasskontrollen aktuell nicht ermitteln lassen. Auch lassen sich bis jetzt keine verwertbaren Erkenntnisse aus der im BACKSTAGE mittlerweile installierten Teilvideoüberwachung gewinnen.
Ebenso können und wollen wir bis jetzt  keine Aussage darüber machen, ob da „nur“ jemand (aus welcher Motivation heraus auch immer) dem BACKSTAGE Schaden zufügen wollte oder ob es sich etwa gar um eine rassistisch motivierte Tat handelt.
 
Dies wäre zwar nicht auszuschließen, weil zum einen das BACKSTAGE und viele seiner MitarbeiterInnen seit je her sich gegen Faschismus und Rassismus engagieren, genauso wie beispielsweise unter anderem vor einiger Zeit Einrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchlinge beim BACKSTAGE beherbergt waren. Zum anderem ist es kein Geheimnis, dass im BACKSTAGE seit vielen Jahren, insbesondere jeden Freitag nachts (wie auch an diesem) - Veranstaltungen statt finden mit einer in München wohl unvergleichlich hohen Mischung an Menschen unterschiedlicher ethnischer, religiöser,  kultureller, wie sozialer Herkunft.
 
Das BACKSTAGE wird allerdings nochmals seine Anstrengungen bei den Sicherheitsmaßnahmen weiterführen. Gleichwohl appellieren wir an unsere Gäste auch weiterhin bzw.  jetzt noch viel mehr „auf einander zu achten“, so wie das hier seit vielen Jahren schon glücklicher Weise in bemerkenswertem Maße der Fall ist. Auch deswegen haben wir uns nun dazu entschieden so offensiv mit dieser Sache um zu gehen.
 
Abschließen möchten wir mit folgendem Statement:
 
Selbst wenn das BACKSTAGE schon genug andere, vor allem seine langfristige Zukunft betreffende Probleme hat (u.v.a. Notwendigkeit zum wiederholten Umzug/Neubau, Konflikte mit der DB/Bau zur 2. Stammstrecke), werden wir uns von solchen Attacken/Vorfällen bei uns wie sonst wo in der Welt nicht einschüchtern und schon gar nicht beirren lassen!

Und so engagieren wir uns weiterhin zusammen mit unseren KünstlerInnen und Gästen, dass dem zum Trotz der Besuch des BACKSTAGE weiterhin letztendlich so sicher, unbedenklich, frei, bunt und angenehm bleibt wie in den letzten Jahrzehnten.

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